gebärdende Wichtel

Warum Babygebärden?

Ganz einfach: Babygebärden machen viel Freude!

Es ist ein tolles Gefühl, sich mit seinem einjährigen Kind über die Dinge, die in seiner Welt wichtig sind, auszutauschen und so Einblick in seine Gedankenwelt zu bekommen: Wenn es beispielsweise zeigt, dass da ein Vogel auf dem Baum sitzt, wenn es mit Babygebärden erzählen kann, dass es einen Hund gesehen hat oder dass es dem Papa von unterwegs eine Blume mitbringen möchte.

Darüber hinaus erleichtern Babygebärden den Alltag: Es ist hilfreich, wenn ein Kleinkind ausdrücken kann, dass es lieber ein Brötchen statt Griesbrei essen möchte oder es nachts nicht schreiend im Gitterbettchen steht, sondern die Gebärde für „trinken“ zeigt.

In den meisten Fällen erkennen Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes und wissen, was zu tun ist. Vielleicht kennen Sie aber gelegentlich das Gefühl, erraten zu müssen was Ihr Kind möchte? Manchmal endet diese Rätselei dann in Geschrei... Ihr Kind ist ungeduldig geworden, fühlt sich nicht verstanden und Sie beide sind frustriert. Eine Möglichkeit wie Sie diesen Situationen entgehen können, ist, mit Ihrem Kind Babygebärden zu verwenden.

Babygebärden sind übrigens eine ganz natürliche Form des Austauschs mit ihrem Kind. Wussten Sie, dass unsere Vorfahren alle miteinander gebärdeten, bevor sie ihre Stimme für die Kommunikation entdeckten? Bei Kindern kann man dieses gestische Erbe beobachten. Sie fangen von sich aus an zu gebärden. Ohne, dass wir es ihnen gezeigt hätten, strecken sie ihre Ärmchen in die Höhe, wenn sie auf unseren Arm möchten und beginnen mit ihrem Zeigefinger auf alles zu zeigen.

Durch Babygebärden wird das Kind in diesem natürlichen Verhalten gestärkt und kann sich ganz nebenbei schon sehr differenziert damit ausdrücken.

Babygebärden fördern eine bewegte und lebendige, intensive und kindgerechte Kommunikation, geben Eltern und Baby Einblick in die Gedankenwelt des anderen und intensivieren dadurch ihre Beziehung!

Erst die Gebärde, dann das Wort?
Die kognitiven Fähigkeiten von Babys wurden lange Zeit unterschätzt. Mittlerweile belegen Forschungsergebnisse, dass Babys viel früher viel mehr begreifen, als man angenommen hatte. Diese schon früh entwickelten kognitiven Fähigkeiten ermöglichen es Babys bereits ab dem 6. Monat verschiedenste Zusammenhänge im Alltag zu verstehen. Und das schon lange bevor das erste Wort gesprochen wird. Babys beginnen zwischen dem 16. und 21. Monat mit ihren ersten Sprechversuchen. So lange dauert die natürliche Entwicklung der Stimmorgane, die die Voraussetzung zum Sprechen sind.

Seine Hände kann ein Baby aber weitaus früher differenziert gebrauchen. Greifen, Zeigen, Winken – das alles sind bereits Grundlagen für das Gestikulieren und Gebärden. Die motorischen Fähigkeiten eines Babys werden somit früher ausgebildet als die Fähigkeit sich verbal auszudrücken. Mithilfe von Babygebärden können Babys ihren Eltern mitteilen, was sie erleben und welche Bedürfnisse sie haben. Sie verständigen sich und werden verstanden, bevor sie sprechen können.